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Vlad

Roman

Erschienen am 01.12.2009
8,95 €
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783453525979
Sprache: Deutsch
Umfang: 624 S.
Format (T/L/B): 5 x 19 x 12 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Sein Name heute: Dracula. Sein Name damals: Vlad … Rumänien im Jahre 1431. In der eisigen Kälte des Winters wird dem Fürsten der Wallachei ein Sohn geboren und auf den Namen Vlad getauft. Noch viele weitere Namen werden dem jungen Fürsten verliehen, doch es sind zwei Titel, die ihn zur Legende machen: Dracul, Sohn des Drachen – und Vlad, der Pfähler … Ein noch nie da gewesener Roman über den dunkelsten Mythos unserer Zeit …

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Heyne, Wilhelm Verlag Penguin Random House Verlagsgruppe Gmb
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Neumarkter Str. 28
DE 81673 München

Autorenportrait

Andreas Brandhorst, geboren 1956 im norddeutschen Sielhorst, hat mit seinen Romanen die deutsche Science-Fiction-Literatur des letzten Jahrzehnts entscheidend mitgeprägt. Mit dem erfolgreichen "Kantaki"-Zyklus - bestehend aus "Diamant", "Der Metamorph", "Der Zeitkrieg", "Feuervögel", "Feuerstürme" und "Feuerträume" - gelang ihm Anfang der 2000er Jahre der Durchbruch. Seither sind spektakuläre Zukunftsvisionen verbunden mit einem atemberaubenden Thrillerplot zu seinem Markenzeichen geworden. Außerdem liegen von ihm die Mystery-Thriller "Äon", "Die Stadt" und "Seelenfänger" vor. Andreas Brandhorst hat viele Jahre in Italien gelebt und ist inzwischen in seine alte Heimat in Norddeutschland zurückgekehrt.

Leseprobe

Im bitterkalten Winter des Jahres 1431 wurde in der Stadt Sighistoara dem Woiwoden (beziehungsweise Kriegsherrn) Vlad Dracul von Transsilvanien ein zweiter Sohn geboren. Man nannte ihn Vlad, und wie sein älterer Bruder bekam er den Beinamen Dracula, Sohn des Dracul. In der Limba romäna, dem Rumänischen, bedeutet Dracul "Drache". Oder "Teufel". Vlad Dracula war also der Sohn des Teufels. Im Laufe seines Lebens bekam er noch andere Titel. Woiwode von Ungarn-Walachei. Herr von Amlas und Fagaras. Bruder der geheimen "Fraternitas draconem", dem Orden des Drachen. Sein Volk nannte ihn Vlad Tepes. Seine türkischen Feinde gaben ihm den Namen Kaziklu Bey. Beide meinten: "der Pfähler". Das Land, das er gewann, verlor und regierte, war die Walachei, die zentrale Provinz des heutigen Rumänien. Gefangen zwischen dem expandierenden ungarischen Königreich und den alles erobernden Türken, zwischen Kreuz und Halbmond, erwartete man von walachischen Prinzen, dass sie gehorsame Vasallen der einen oder anderen Seite waren. Dracula hatte andere Ideen. Und er setzte sie auf seine eigene Art und Weise in die Tat um. Er starb 1476 auf dem Schlachtfeld, und das abgeschlagene Haupt schickte man seinem erbittertsten Feind: Mehmed, Sultan der Türken. Vor den Mauern von Konstantinopel wurde es auf einen Pfahl gesteckt, und dort verweste es. Einige beklagten ihn. Die meisten weinten ihm keine Träne nach. Ich fälle kein Urteil über ihn. Das überlasse ich jenen, die sein letztes Bekenntnis gehört haben - und natürlich Ihnen, den Lesern. "Ich bin ein Mensch. Nichts Menschliches ist mir fremd." Terenz (Publius Terentius Afer) BEICHTE "Hast du gesündigt? Dann gehe in die Kirche und büße deine Sünde. Denn hier ist der Heiler, nicht der Richter: Hier wird nicht gerichtet, sondern Sünde vergeben." Hl. Johannes Chrysostomos DER RUF Walachei, März 1481 Es war still im Wald. Die letzten Flocken des plötzlichen Schneesturms waren gerade gefallen. Alles hielt inne. Ein Mann saß in der Astgabel einer Blutbuche. Er hatte die Arme verschränkt und die behandschuhten Hände in den Schoß gelegt, die Rechte unter der Linken, auf der ein Habicht saß. Sie befanden sich schon seit einer ganzen Weile dort, so lange wie der Schneesturm gedauert hatte. Mensch und Vogel, Teil der Stille, Teil des Schweigens. Beide hatten die Augen geschlossen. Keiner von ihnen schlief. Sie warteten auf das erste Geräusch. Darauf, dass sich etwas anderes regte und sein Versteck verließ, bevor der nächste Schneesturm kam. Da. Eine Nase zuckte, ihr Rosarot die einzige Farbe in einer weißen Welt. Ein Schnüffeln - das erste Geräusch, gefolgt vom leisen Flüstern eines ganz leichten Winds, der aus dem Tal kam. Der Hase konnte nichts wittern, das sich hinter ihm befand. Es war kaum ein Geräusch, doch Mann und Habicht öffneten die Augen. Die des Vogels waren rot, feuerrot, denn er war alt, neun Jahre. Vor fünf Jahren, in der Blüte seines Lebens, hatte er an einem einzigen Tag zehn Hasen, ein halbes Dutzend Eichhörnchen und ein paar Hermeline schlagen können. Nicht um des Fleisches willen, denn so viel Nahrung brauchte er nicht. Auch nicht wegen der Felle, die den Mann kleideten, auf dessen Faust er saß. Allein wegen der Freude am Töten. Vier Augen blickten zum Schnee auf der Lichtung und suchten nach dem Ursprung des Geräuschs, das eigentlich niemand gehört haben konnte. Der Hase hob den ganzen Kopf über die Schneekruste. Als der Schneesturm begonnen hatte, war er zwischen einigen Ansammlungen von Buchen und Espen dabei gewesen, eine Wurzel auszugraben. Überrascht von dem plötzlichen weißen Wüten war der Hase erstarrt. Jetzt steckte er tief im neu gefallenen weichen Schnee, aber die Hinterläufe ruhten auf dem festen Boden darunter. Schutz war nur zwanzig Sprünge entfernt. Dort, zwischen den Bäumen, würde er sicher sein. Der Mann in der Blutbuche hob die Faust, und Schnee fiel von seinem Arm, ein Donnern in der Stille. Der Hase sprang. Er war jung und schnell und auf halb Leseprobe

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